Mögliche Schritte & Tipps


Verletzung attestieren

Lassen Sie sich medizinisch versorgen und die Verletzungen ärztlich feststellen. Dies ist von Bedeutung für die juristische Verfolgung des Angriffs und das Geltendmachen von Entschädigungsansprüchen.

 

Sachschäden dokumentieren

Fotografieren Sie Schäden, die im Zusammenhang mit Angriffen entstanden sind und bewahren Sie Rechnungen von notwendigen Reparaturen auf.

 

Gedächtnisprotokoll anfertigen

Um eventuell wichtige Details bei der oftmals längeren Zeit bis zum Prozess nicht zu vergessen, ist es wichtig, möglichst direkt nach dem Angriff alles, was zum Ablauf der Tat und zum Täter in Erinnerung ist, aufzuschreiben.

 

Strafanzeige

Wenn Sie sich dazu entscheiden, den Angriff den staatlichen Verfolgungsbehörden zu melden,

können Sie

  • persönlich bei jeder Polizeidienststelle, per Anruf, Brief oder E-Mail
  • oder den Vorfall direkt an die Staatsanwaltschaft oder dem Amtsgericht melden

Bei der Strafanzeige ist es ratsam, auch gleich einen Strafantrag zu stellen. Dies ist der erklärte Wille des/der Betroffenen, dass der Angriff strafrechtlich verfolgt wird. Der Strafantrag muss innerhalb von 3 Monaten gestellt werden.

 

Nach einer Anzeige

sind Polizei und Staatsanwaltschaft gezwungen zu ermitteln. Bei hinreichender Beweislage und der Feststellung eines sogenannten öffentlichen Interesses, eröffnet die Staatsanwaltschaft das Verfahren.

 

Nebenklage

Mittels der Nebenklage können Betroffene rechter Gewalttaten im Strafverfahren gegen die Täter*innen eine aktive Rolle einnehmen. Tun sie dies nicht, werden sie lediglich als Zeug*innen gehört. Bei der Nebenklage ist es ratsam, sich anwaltlich vertreten zu lassen.

Über die Nebenklage haben Sie die Möglichkeit selbst bzw. über Ihre Rechtsanwält*in

  • im Prozess Beweisanträge und Fragen an die Angeklagten und Zeug*innen zu stellen sowie im Schlussplädoyer Ihre Perspektive auf die Tat deutlich machen
  • im Nachgang des Prozesses unter bestimmten Voraussetzungen Berufung oder Revision gegen das Urteil einzulegen
  • weitere prozessuale Rechte geltend zu machen.